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  • s-wittmann

Angst - Sicherheit - Freiheit - Risiko



Freiheit und Sicherheit schließen sich gegenseitig aus. Wer Angst hat und deshalb den sicheren Weg geht, gibt seine Freiheit auf. Du kannst jedoch lernen mit der Angst anders umzugehen. Wichtig dabei ist es, zwischen begründeten und unbegründeten Ängsten zu unterscheiden. Begründete Ängste sind sinnvoll, sie warnen uns vor realen Gefahren. Unbegründete Ängste hingegen schränken uns unnötig ein und hindern uns daran, ein freies, selbstbestimmtes Leben zu führen.


Ein Beispiel:

Wenn du gerne jemand kennen lernen würdest, jedoch große Angst davor hast abgelehnt zu werden, wirst du es vermeiden jemanden anzusprechen. Wahrscheinlich malst du dir sämtliche Horrorszenarien* aus, was alles passieren könnte. Schließlich begibst du dich lieber zurück in Sicherheit und bleibst in deiner Komfortzone. Hinterher ärgerst du dich vielleicht darüber und bereust, dass du es nicht getan hast.


Je mehr Sicherheit du suchst, desto weniger Freiheit wirst du haben. Du kannst nicht gleichzeitig sicher und frei sein. Ein Vogel im Käfig ist relativ sicher, aber nicht frei.


Bevor du weiter liest, denke kurz darüber nach welche Freiheit der Vogel normalerweise hätte.


Wenn du in deinem nächsten Leben ein Vogel wärst, wärst du lieber in Freiheit mit all den Gefahren? Oder wärst du lieber eingesperrt im Käfig und dafür in Sicherheit?

Was ist der Unterschied zwischen dir und dem Vogel?


Der Vogel hat keinen menschlichen Verstand und deswegen auch keine unbegründeten, irrationalen Ängste. In der freien Natur fliegt er einfach umher, ohne sich Gedanken darüber zu machen ob er hierhin oder dorthin fliegen soll und welche Konsequenzen das haben könnte. Er geht ein Risiko ein, ohne zu wissen dass er das tut. Bei einer Bedrohung fliegt er davon oder kämpft um sein Überleben. Der Vogel hat es sich nicht ausgesucht im Käfig zu leben, er wurde eingesperrt, oder in die Gefangenschaft hineingeboren. Er kennt es nicht anders, weiß nichts von Freiheit, hat keine Wahl.


Du hast eine Wahl. Du entscheidest dich für dein Gefängnis indem du den sicheren Weg wählst. Dir gehen irrationale, unbegründete Ängste in Form von Gedanken durch den Kopf, welche unangenehme Gefühle auslösen. Diese Gedanken und Gefühle beeinflussen dann dein Verhalten.


Es ist immer die Angst vor dem Unbekannten:

Du kannst nicht in die Zukunft sehen. Alles was du sicher weißt ist, dass du eben nicht weißt was passieren wird.

Freunde dich mit diesem Gedanken an und lerne Risiken einzugehen. Übe das mit kleinen Dingen, bei denen du weniger Angst vor den Konsequenzen hast. Dann steigere es nach und nach. Wenn du Angst hast jemanden anzusprechen, könntest du das üben indem du zum Beispiel einfach fremde Menschen bittest dir Kleingeld zu wechseln, oder frage nach der Uhrzeit, oder Ähnliches. Grüße fremde Menschen einfach so, schenke ihnen ein Lächeln! Du wirst überrascht sein welche Reaktionen du bekommst. Mach es dir zur Gewohnheit unangenehme Dinge, vor denen du Angst hast, zu tun, und es wird mit der Zeit normal für dich werden.


Wenn du Hilfe dabei brauchst: praxis-wittmann@gmx.de


* Das nennt man auch Katastrophendenken. Ein klassischer Denkfehler. Überprüfe solche Gedanken: Wie nützlich sind diese Gedanken? Wie realistisch sind sie? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie eintreffen?

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